Die Dewey-Dezimalklassifikation, oft abgekürzt als DDC, ist ein System zur Wissensorganisation, mit dem Bücher nach ihrem Thema gruppiert werden. Das System wurde von Melvil Dewey entwickelt und erstmals 1876 veröffentlicht; heute wird es von OCLC.
herausgegeben und aktualisiert. Jedem Thema wird ein numerischer Code zugewiesen. Die ersten Ziffern kennzeichnen ein breites Themengebiet, während die folgenden Ziffern zunehmend spezifischere Themen beschreiben. So können Bücher mit ähnlichen Inhalten nach einem einheitlichen Kriterium aufgestellt und gesucht werden.
Die DDC ersetzt weder Titel, Autor, ISBN noch Schlagwörter: Sie ist eine zusätzliche Angabe im bibliografischen Datensatz und hilft, die Sammlung sowohl physisch als auch logisch zu organisieren.
🔗 Offizielle OCLC-Informationen zur Dewey-Dezimalklassifikation
Erste Ziffer
Kennzeichnet eine der zehn Hauptklassen.
Erste zwei Ziffern
Kennzeichnen eine spezifischere Abteilung.
Erste drei Ziffern
Kennzeichnen einen Themenabschnitt.
Dezimalstellen
Ermöglichen eine genauere Beschreibung des Themas.
000 – Informatik, Information und allgemeine Werke
100 – Philosophie und Psychologie
200 – Religion
300 – Sozialwissenschaften
400 – Sprache
500 – Naturwissenschaften und Mathematik
600 – Technik und angewandte Wissenschaften
700 – Kunst und Freizeit
800 – Literatur
900 – Geschichte und Geografie
Vor der Vergabe eines Codes muss das Hauptthema des Buches bestimmt werden. Der Titel kann einen Hinweis geben, doch häufig müssen Inhaltsverzeichnis, Einleitung, Verlagsbeschreibung oder andere bibliografische Daten herangezogen werden.
Eine kleine Bibliothek kann relativ breite Codes verwenden. Ein großer oder spezialisierter Katalog kann eine genauere Klassifikation mit zusätzlichen Dezimalstellen erfordern.
Ähnliche Bücher sollten nach einheitlichen Kriterien klassifiziert werden. Es ist sinnvoll, interne Regeln zu dokumentieren, insbesondere wenn mehrere Personen am selben Katalog arbeiten.
PowerBK ermöglicht es, den Dewey-Code im Buchdatensatz zu speichern und zusammen mit den übrigen bibliografischen Daten zu verwenden. Der Code kann anschließend mit den in der Software verfügbaren Funktionen gesucht, bearbeitet, gedruckt und exportiert werden.
Durch die Verknüpfung der DDC mit Titel, Autor, ISBN, Standort, Kategorie, Barcode und Ausleihinformationen entsteht ein strukturiertes Archiv, das sowohl für kleine persönliche Sammlungen als auch für Schul-, Vereins- oder Fachbibliotheken geeignet ist.
Es ist wichtig, zwischen dem Dewey-Code und dem physischen Standortzu unterscheiden. Ersterer beschreibt das Thema des Buches, letzterer gibt an, wo sich der Band physisch befindet, beispielsweise in einem Raum, Bücherregal, Regalboden oder Abschnitt.
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Die Dewey-Dezimalklassifikation ist ein von OCLC veröffentlichtes und verwaltetes System. Für professionelle Klassifikationsarbeiten sollten Benutzer die verfügbaren offiziellen Ausgaben und Werkzeuge heranziehen.
Diese Seite bietet eine Einführung und ersetzt nicht die offizielle Dewey-Dokumentation.
Question: Ist die Dewey-Klassifikation nur für große Bibliotheken nützlich?
Answer: Nein. Sie kann auch für Schulbibliotheken, Vereine und private Sammlungen nützlich sein, wenn ein zur Größe des Katalogs passender Detaillierungsgrad gewählt wird.
Question: Ist der Dewey-Code dasselbe wie die ISBN?
Answer: Nein. Die ISBN identifiziert eine bestimmte Veröffentlichung, Ausgabe und ein bestimmtes Format; der Dewey-Code beschreibt dagegen das Thema des Werkes.
Question: Können zwei Bücher denselben Dewey-Code haben?
Answer: Ja. Bücher zum selben Thema können denselben Code haben und werden dann durch Autor, Titel, ISBN, Inventarnummer oder Standort unterschieden.