Verwaltungssoftware kann jahrelange Informationen enthalten: Kunden- und Mitgliederdaten, Vorgänge, Fälle, Zahlungen, Fristen, Dokumente, Ausleihen, Zutrittsprotokolle und weitere operative Tätigkeiten. Der Verlust der Datenbank kann die Arbeit einer Organisation daher erheblich beeinträchtigen.
Regelmäßige Backups gehören zu den wichtigsten Sicherheitsregeln bei der Nutzung jeder Anwendung. Ein Backup verhindert weder Ausfall noch Fehler, stellt aber eine Kopie bereit, mit der Daten wiederhergestellt werden können.
Die Häufigkeit der Kopien sollte der Menge an Arbeit entsprechen, die bei einem Problem realistischerweise rekonstruiert werden kann.
Backup-Verfahren können mit den verschiedenen von PowerWolf-Software unterstützten Konfigurationen verwendet werden:
✓ lokale Datenbank, die auf demselben Computer wie die Anwendung installiert ist;
✓ Datenbank im LAN, die von mehreren Arbeitsplätzen innerhalb derselben Organisation gemeinsam genutzt wird;
✓ entfernte MySQL-Datenbank, auf die autorisierte Büros oder Computer über das Internet zugreifen können.
Die technischen Verfahren können je nach Produkt und Archivtyp variieren, doch das Prinzip bleibt gleich: eine wiederherstellbare Kopie erstellen und getrennt von den Originaldaten aufbewahren.
Das Backup kann manuell vom Benutzer gestartet werden, zum Beispiel vor einem Update, einer größeren Änderung oder dem Übertragen der Anwendung auf einen anderen Computer.
In Software mit automatischer Funktion steht ein Konfigurationsbereich zur Verfügung, in dem Parameter wie folgende festgelegt werden können:
✓ Kopierhäufigkeit;
✓ Zielordner;
✓ optionale Komprimierung;
✓ Ausführungsart und Zeitpunkt.
Automatisierung reduziert das Risiko, ein Backup zu vergessen. Dennoch sollte regelmäßig geprüft werden, ob die Kopien korrekt erstellt werden.
Eine Kopie im selben Ordner oder auf demselben Laufwerk wie die Datenbank kann nur als temporäre Kopie nützlich sein, bietet aber keinen ausreichenden Schutz.
Wenn das Laufwerk ausfällt, der Computer gestohlen wird, Daten versehentlich gelöscht werden oder Ransomware bzw. andere Schadsoftware zuschlägt, können Originaldaten und zugehörige Backups gleichzeitig verloren gehen.
Daher sollte mindestens eine Kopie auf einem physisch oder logisch vom Hauptsystem getrennten Speicher aufbewahrt werden.
Je nach Größe der Datenbank und Arbeitsweise können Kopien gespeichert werden auf:
✓ externem USB-Laufwerk;
✓ Netzlaufwerk oder NAS;
✓ einem anderen Computer oder Server;
✓ geschütztem Remote-Speicher;
✓ mehreren abwechselnd genutzten Zielen.
Externe Speichermedien sollten sorgfältig aufbewahrt und bei Nichtgebrauch gegebenenfalls vom Computer getrennt werden, um die Gefährdung durch Schadsoftware und Ransomware zu verringern.
Nur eine Kopie aufzubewahren und ständig zu überschreiben, reicht möglicherweise nicht aus. Ein Datenbankfehler oder eine Beschädigung kann erst nach mehreren Tagen entdeckt werden.
Wenn möglich, sollten mehrere Kopien mit unterschiedlichen Daten aufbewahrt werden, etwa tägliche, wöchentliche oder monatliche Versionen, entsprechend Bedeutung und Aktualisierungshäufigkeit der Daten.
💾 Getrennte und überprüfbare Kopie
Eine gute Backup-Strategie berücksichtigt Häufigkeit, Ziel, Anzahl aufbewahrter Versionen und die praktische Wiederherstellbarkeit.
Backup-Kopien können komprimiert werden, wenn diese Funktion von der Software und der gewählten Konfiguration unterstützt wird.
Komprimierung kann den Speicherbedarf reduzieren, die Aufbewahrung mehrerer Versionen vereinfachen und die Übertragung auf externe Medien oder entfernte Ziele erleichtern.
Die komprimierte Datei muss dennoch an einem geschützten Ort gespeichert werden und ist nicht allein deshalb sicher, weil sie weniger Speicherplatz belegt.
Kompatible PowerWolf-Software enthält eine spezielle Funktion zum Wiederherstellen einer Sicherungskopie. Der Benutzer kann die wiederherzustellende Datei auswählen und das von der Anwendung vorgesehene Verfahren starten.
Eine Wiederherstellung kann nach dem Austausch eines Computers, einem Ausfall, einer fehlerhaften Änderung oder dann nützlich sein, wenn eine frühere Version des Archivs wiederhergestellt werden muss.
Vor dem Fortfahren ist es wichtig, die ausgewählte Kopie zu prüfen, alle anderen verbundenen Arbeitsplätze zu schließen und die Anweisungen des verwendeten Produkts zu befolgen.
Das bloße Vorhandensein einer Datei garantiert nicht, dass das Backup aktuell oder verwendbar ist. Es empfiehlt sich regelmäßig zu prüfen:
✓ Datum und Größe der Kopie;
✓ Richtigkeit des Zielordners;
✓ verfügbaren Speicherplatz auf dem Speichermedium;
✓ Vorhandensein möglicher Fehlermeldungen;
✓ Möglichkeit zur Wiederherstellung.
Wiederherstellungstests müssen sorgfältig geplant werden, damit die aktuell verwendete Datenbank nicht unbeabsichtigt überschrieben wird.
Für bibliografische Kataloge, Datensätze, Ausleihen, Vorgänge und Einstellungen von Bibliotheken oder Sammlungen. Backups schützen die bei Katalogisierung und täglicher Buchverwaltung geleistete Arbeit.
Für Mitglieder, Ausweise, Zahlungen, Fristen, Aktivitäten und Zutrittsprotokolle in Clubs, Vereinen und Sportzentren. Kopien können lokale, Mehrplatz- oder Remote-Datenbankinstallationen betreffen.
Für Mitgliederdaten, Abonnements, Kurse, Zahlungen, Fristen und Zutrittskontrolle in Fitnessstudios und Fitnesszentren. Eine geeignete Backup-Planung reduziert das Risiko, wichtige operative Informationen zu verlieren.
Für Vorgänge, Kunden, Dokumente, Fristen, Protokolle und professionelle Tätigkeiten. Aktuelle Kopien sind besonders wichtig, wenn die Datenbank das operative Archiv eines Büros darstellt.
Für Sendungen, Kunden, Empfänger, Dokumente, Vorgänge und weitere organisatorische Informationen. Backups ermöglichen es, regelmäßige Kopien des im täglichen Betrieb verwendeten Archivs zu behalten.
Für Tierdatensätze, Stammbäume, Würfe, Unterbringung, Gesundheitsfristen, Ausgaben und Dokumente. Sicherungskopien schützen ein Archiv, das über viele Jahre aufgebaut und aktualisiert werden kann.
Die Planung sollte mit einer einfachen Frage beginnen: Wie viele Daten können Sie im Ernstfall verlieren? Wenn die Datenbank täglich geändert wird, reicht eine monatliche Kopie möglicherweise nicht aus.
Bei intensiv genutzten Archiven können tägliche oder häufigere Kopien sinnvoll sein, ergänzt durch wöchentliche und monatliche Versionen, die länger aufbewahrt werden.
Eine Sicherungskopie enthält normalerweise dieselben Informationen wie die Originaldatenbank und muss daher sorgfältig geschützt werden.
Der Zugriff sollte auf autorisierte Personen beschränkt, externe Medien geschützt, Zugangsdaten für entfernte Ziele geprüft und interne Aufbewahrungsverfahren eingehalten werden.
Die Backup-Strategie sollte bereits in der Anfangsphase der Softwarenutzung eingerichtet werden, ohne darauf zu warten, dass die Datenbank sehr groß wird oder ein Problem auftritt.
Ein regelmäßig erstelltes und periodisch geprüftes Backup ist eine einfache, aber grundlegende Maßnahme für die Betriebskontinuität.
Question: Welche Datenbanken können gesichert werden?
Answer: Je nach Funktionen der Software und verwendeter Konfiguration können lokale Datenbanken, im LAN gemeinsam genutzte Datenbanken und entfernte MySQL-Datenbanken unterstützt werden.
Question: Kann das Backup automatisch erfolgen?
Answer: Ja. In kompatiblen Anwendungen kann über einen Konfigurationsbereich die Häufigkeit, das Ziel, die Komprimierung und weitere unterstützte Optionen festgelegt werden.
Question: Kann ich auch manuell eine Kopie erstellen?
Answer: Ja. Ein manuelles Backup ist vor Updates, größeren Änderungen, Übertragungen oder immer dann nützlich, wenn sofort eine neue Kopie erstellt werden soll.
Question: Wo sollten Backups gespeichert werden?
Answer: Mindestens eine Kopie sollte auf einem Laufwerk, Gerät oder System gespeichert werden, das sich von dem mit der Originaldatenbank unterscheidet.
Question: Können die Kopien komprimiert werden?
Answer: Ja, sofern unterstützt. Komprimierung reduziert den Speicherbedarf und kann Ablage und Übertragung von Dateien vereinfachen.
Question: Wie wird die Datenbank wiederhergestellt?
Answer: Kompatible Software enthält eine integrierte Funktion, mit der die Kopie ausgewählt und das unterstützte Wiederherstellungsverfahren gestartet werden kann.
Question: Beseitigt ein automatisches Backup jedes Risiko?
Answer: Nein. Es muss überprüft werden, ob die Kopien tatsächlich erstellt, korrekt gespeichert und wiederhergestellt werden können.
Question: Reicht eine einzige Kopie aus?
Answer: Es ist besser, mehrere Versionen und mindestens eine vom Hauptsystem getrennte Kopie aufzubewahren, damit auch ein früherer Zustand wiederhergestellt werden kann.
Verfügbare Funktionen, Ausführungsarten und Konfigurationsoptionen können je nach Software, Version und verwendetem Datenbanktyp variieren. Eine automatische Funktion ersetzt nicht die regelmäßige Kontrolle der Kopien. PowerWolf empfiehlt eine dem Wert der Daten angemessene Strategie, mindestens eine Kopie auf getrenntem Speicher und regelmäßige Prüfungen des Wiederherstellungsverfahrens. Bei besonderen Anforderungen wenden Sie sich an eine IT-Fachkraft oder Ihren Systemadministrator.